In Zeiten einer Pandemie ist die Akzeptanz zur Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs vom subjektiv eingeschätzten Infektionsrisiko der Reisenden geprägt. Die objektiv-rechnerische Beherrschbarkeit dieses Risikos ist daher ein entscheidend wichtiges Instrument für die Verlässlichkeit von Bussen und Bahnen in einer Phase steigenden Mobilitätsbedarfs. Die vorliegende Studie der Stellschrauber fokussiert sich auf die Herleitung eines allgemeingültigen Algorithmus zur Ermittlung der Ansteckungswahrscheinlichkeit durch Aerosole in den einzelnen Wagenkästen des öffentlichen Personenverkehrs. Außerdem wird die Möglichkeit geschaffen den Grad der Besetzung eben dieser Wagenkästen so optimal zu justieren, dass das statistische Ansteckungsrisiko unterhalb einer definierten Risiko-Grenze bleiben kann. Dabei werden auch schnell veränderliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise das Auftreten von neuartigen Virusmutationen, berücksichtigt. Mit konsequenter Anwendung dieses Algorithmus erhalten Verkehrsunternehmen und öffentliche Auftraggeber ein praxistaugliches Werkzeug um ihre Fahrgäste gezielt mit Informationen zur Gesundheitssituation in den Fahrzeugen zu versorgen und bekommen damit auch die Möglichkeit das Vertrauen in den öffentlichen Personenverkehr insgesamt zu steigern.
Als kostenlosen Download finden Sie hier unsere Studie zur Auslastungsbegrenzung im öffentlichen Personenverkehr bei einer Pandemie.